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Donnerstag, 6. September 2018

Der 45. Tag: 6. September 2018

Die Besitzer des Hotels auf dem Fichtelberg, wo ich die Nacht verbracht habe, sammeln Malerei von Künstlern aus der Region und hängen die Bilder in die öffentlich zugänglichen Bereiche des Hotels, wo sie von allen Gästen gesehen werden können. Das ist, wie ich finde, ein sehr vorbildliches Konzept. Die KünstlerInnen werden nicht nur durch den Kauf der Bilder unterstützt, sondern die Werke verschwinden auch nicht in irgendwelchen Wohnungen oder Archiven; sie sind für ein größeres Publikum sichtbar - ohne im Museum gelandet zu sein.
Kunst ist frei, wie Art. 5 GG uns zusichert. Die Kunst freut sich über Menschen, die mit klugen Ideen dazu beitragen, dass künstlerische Freiheit auch gelebt werden kann.

Die Wanderung begann heute, wie nicht anders zu erwarten, mit einem Abstieg. Vom Fichtelberg ging es zuerst hinunter in Richtung Oberwiesenthal und dann u.a. auf einem Philosophenweg (ab und zu scheint sich ein Philosoph in dieses Wintersportmekka verirrt zu haben. Oder ist der Name der unbewusste Versuch, Philosophen hierher zu locken?) weiter in Richtung Neudorf.

Am Ortsrand von Neudorf, bzw. dem Ortsteil Kretscham, hatte ich das Vergnügen, die touristisch genutzte Dampflok, die meinen Weg kreuzte, zu bewundern.
Noch wunderlicher war ein Schild mit dem Hinweis auf einen ein paar hundert Meter weiter stehenden Nachbau einer ägyptischen Pyramide. Ein Einwohner des Ortes hat offenbar 1914 in Ägypten die Cheops-Pyramide bestiegen, und um seinem Vater eine Vorstellung von diesem Bauwerk zu vermitteln, hat er einen "Nachbau" auf die Wiese gesetzt, die 1916 eingeweiht wurde. Man muss vielleicht hinzufügen, dass der Nachbau nicht im Größenverhältnis von 1:1 zum Original dasteht. Trotzdem war mir die kleine verrückte Geschichte Grund genug, vor der Pyramide

eine Rezitation (1x) um 11.00 Uhr zu machen.


Publikum waren ein paar Dachdecker auf einer Baustelle gegenüber, die aber keine bemerkbare Notiz von mir nahmen.
Es sollte sich herausstellen, dass diese Rezitation die letzte dieser GG-Wanderetappe war.

Schon gestern habe ich davon gesprochen, dass die Wanderung mit all den Aspekten, die dazu gehören, gerade droht, einen Teil der Gesamtspannung zu verlieren. Die Gefahr war real. Schon beim Aufwachen heute morgen schwirrte mir der Gedanke im Kopf, vielleicht schon heute die Etappe zu Ende zu bringen. Je länger ich unterwegs war, umso mehr merkte ich, dass im Moment die Luft raus ist. Da hieß es Entscheidungen zu treffen und ich nahm mir vor, an meinem anvisierten heutigen Etappenziel Jöhstadt die konkreten nächsten Schritte (weiter wandern oder zurück fahren) zu erkennen und in die Tat umzusetzen. 
Der Weg nach Jöhstadt hat mich noch auf den Bärenstein geführt und der Steilaufstieg dorthin tat seinem Namen alle Ehre. Oben hatte man einen Ausblick auf den Ort Bärenstein und das benachbarte Weilpert, das heute tschechisch Vejprty heißt. Kurz nach dem Krieg mussten von dort ca. 10000 deutschstämmige Einwohner das Feld räumen und danach wurde auch hier die ganze Innenstadt abgerissen und mit Plattenbauten wieder aufgebaut. Die stehen immer noch, aber heute leben in dem Ort nur noch 4000 Leute. 
Die Geschichte hat mir nochmal verdeutlicht, wie viele Verwerfungen diese Gegend seit den 30er Jahren erlebt hat. Die Okkupation durch die Nazis 1938, die Vertreibung 1945, die undurchlässige Grenze zwischen den Bruderstaaten des Warschauer Pakts...

Ein paar Kilometer vor Jöhstadt bin ich auf einen Wanderer getroffen, den ich schon in der Jugendherberge in Johanngeorgenstadt gesehen hatte. Er war auf anderen Wegen (und anderen Transportmitteln) dorthin gelangt und wir sind bis Jöhstadt gemeinsam gelaufen. 
Wir haben über die GG-Wanderung gesprochen und ihn hat offenbar beeindruckt, dass es für die Aktion keinen von außen kommenden Auftrag und entsprechend kein Geld gibt, sondern ich einfach meine Idee umsetze. Außerdem hat ihn die Wanderung an das Revolutionsjahr 1848 erinnert und in der Tat könnte es interessant sein zu schauen, was von der gescheiterten Revolution ins GG eingegangen ist. 
Der Wanderer stammte aus Norddeutschland und er erzählte vom deutsch-dänischen Krieg von 1864, in dem Bismarck verhindert hat, dass die eigentlich unabhängigen Herzogtümer Schleswig und Holstein dem Herrschaftsgebiet einer sehr progressiven neuen Verfassung von Dänemark, die im Nachschwang von 1848 entstanden war, beitreten. Machtpolitik statt Grundrechte. Wieder kein Ruhmesblatt für Preußen. 

In Jöhstadt angekommen, war mir schnell klar, dass diese Wanderetappe vorbei ist. Die beiden Sommeretappen der GG-Wanderung waren auf gewisse Weise sehr intensiv und sehr anstrengend und Körper und Geist rufen nach einer Pause, die ich beiden gewähren will. 
Ich bin also in einen Bus gestiegen, mit dem ich nach Annaberg-Buchholz kam, in der Hoffnung dort einen Zug nach Chemnitz zu finden. Das ist mir auch gelungen, es hat aber alles in allem über drei Stunden gedauert. In Chemnitz habe ich mir ein Hotel gesucht und bin vorher noch etwas durch die Stadt gelaufen. Natürlich habe ich darüber nachgedacht, beispielsweise am berühmten Marxkopf eine Rezitation zu machen, aber das war aus verschiedenen Gründen keine gute Idee. Es gibt wohl nach den Vorkommnissen der vergangenen Wochen keinen Ort in Deutschland, in der eine Rezitation der Grundrechte mehr eine politische Aktion darstellen würde. Da ist im Prinzip auch gar nichts gegen zu sagen, aber das ist nicht die Aufgabe meiner GG-Wanderung. Außerdem braucht Chemnitz jetzt keine Wessis, die Lektionen in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geben, sondern Solidarität mit den demokratischen Kräften, die in der Stadt leben. 


Nachtrag: Am nächsten Morgen (7. Sept.) bin ich in den Zug Richtung nach Hause gestiegen. Zur Reiselektüre gehörte neben der Freien Presse mit ein paar sehr guten Artikeln über die Lage in Chemnitz, die Süddeutsche Zeitung, in der ein Kommentar des Politikwissenschaftlers Dieter Oberndörfer zum Thema Migration nach Deutschland stand. Da war u.a. zu lesen: "Wir müssen uns von der ethnischen Nation verabschieden und einer republikanischen Verfassungsnation Gestalt geben. Bürger der Republik können prinzipiell alle Menschen werden, die sich zur republikanischen Verfassung und ihren Werten bekennen. Das ist theoretisch rechtlich bereits der Fall. Aber die Diskussionen zeigen, dass das in den Köpfen vieler Menschen noch nicht angekommen ist. Daran müssen wir arbeiten." 


Im Moment bezweifele ich, dass ich diesen Herbst noch einmal auf GG-Wanderung gehe. Wahrscheinlich werde ich die verbliebenen knapp 250 Kilometer im April und Mai nächsten Jahres wandern, dann mit neuer Frische und wahrscheinlich neuen Erfahrungen im Gepäck. 
Bis dahin werde ich mich auf andere Weise mit dem GG künstlerisch beschäftigen. Davon wird auch hier im Blog die Rede sein. 

Fundstücke


Mittwoch, 5. September 2018

Der 44. Tag: 5. September 2018

Nach dem Aufwachen heute Morgen habe ich in mein Tagebuch notiert, dass meine Verbindung zum GG gerade auf eine tiefere Ebene des Selbstverständlichen absinkt. Die Grundrechte gehören jetzt noch mehr zu meinem Reservoir naheliegender spontaner Assoziationen dazu. Die Gefahr, die dadurch für meine GG-Wanderung entsteht, ist, die Spannung und zugleich die Offenheit für Begebenheiten teilweise zu verlieren. Ich bin gespannt (!), wie sich diese Veränderung auswirken wird.

Beim Frühstück in der Jugendherberge waren außer mir eine junge Familie aus Stuttgart und ein anderer Wanderer zugegen. Die Gespräche haben wenig abgeworfen für das Thema Grundrechte. Am Abend hatte ich der Frau eine Karte gegeben, weil sie auf mein Bemerkung zur GG-Wanderung mit Hellhörigkeit reagierte. Aber weiter ist es dann im Gespräch nicht gekommen, jedenfalls nicht mit mir.

Ich hatte einige Schwierigkeiten, den Einstieg in den Wanderweg zu finden. Johanngeorgenstadt ist zwar nach der Zerstörung der Altstadt in den fünfziger Jahren alles andere als verwinkelt, doch ohne einen Ortskern hat die Stadt keinen einfach nachzuvollziehenden Aufbau vorzuweisen.

Der Weg führte auch heute in weiten Strecken an der tschechischen Grenze entlang. An einem mitten im Wald gelegenen Grenzübergang mit dem schönen Namen Himmelswiese, wurde auf einer Tafel daran erinnert, dass Tschechien im Jahr 2004 in den Schengen-Raum eingegliedert wurde und es seitdem keine Grenzkontrollen an den Übergängen mehr gibt. Zu diesem Anlass wurde eine Kapelle wieder aufgebaut, die vor 60 Jahren im Zuge der Grenzbefestigungen zerstört worden war. Die Kapelle ist früher offenbar von böhmischen und von sächsischen Einwohnern frequentiert worden.
Mir fiel dazu der Begriff Völkerverständigung ein, der in den Grundrechten des GG einmal auftaucht, nämlich in Art. 9, in dem das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden, formuliert ist. In Absatz 2 wird dann eingeschränkt, dass u.a. Vereinigungen, "die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, verboten" sind. Positiv und indirekt ist von der Völkerverständigung in der Präambel und in Art. 1 des GG die Rede.

Also dachte ich, die Kapelle sei ein guter Ort für eine Rezitation und ich habe einen kleinen Umweg zu einer deutschen Landzunge gemacht, die von tschechischem Gebiet umgeben ist und die "Halbe Meile" genannt wird.
Es stellte sich aber heraus, dass die Kapelle ziemlich weit in Tschechien liegt und da kann ich mit dem deutschen Grundgesetz nicht einfach so hingehen.
Also fand die erste Rezitation (1x) des Tages um 11.30 Uhr
mehr oder weniger auf der Wiese direkt an der Grenze statt.





Danach erwartete mich eine Wanderung, die nicht nur lang war, sondern zudem rekordverdächtig viele Höhenmeter aufwies, und zwar meist nach oben gerichtete. Nur im ersten Abschnitt von der Halben Meile nach Rittersgrün ging es bergab. Die Freude darüber wurde merklich getrübt durch die Aussicht, auf der anderen Seite des Tals wieder nach oben zu müssen, ganz nach oben, auf den 1215 Meter hohen Fichtelberg, dessen Hotel mit dem Spruch wirbt: Darüber ist nur noch der Himmel....
So ist es.
Auf der Tour gab es keine GG-relevanten Begebenheiten.

Oben angekommen habe ich natürlich eine
zweite Rezitation (2x) gemacht, die um 16.45 Uhr vor der Friedensglocke stattfand.
Auf der Glocke war der Name Agnes zu lesen (und dann noch beati mundi corde).



Eine Frau hat währenddessen das Infoplakat angeschaut, eine andere ist fotografierend in Hörweite geblieben.
Zwei junge Mitarbeiter an der Hotelrezeption haben auf meinen Hinweis zur GG-Wanderung neugierig reagiert und ich habe ihnen eine Karte dagelassen.

Fundstücke:

frisch gestrichen:
viel Gegend:





Dienstag, 4. September 2018

Der 43. Tag: 4. September 2018

Es gibt in dieser Region drei Kategorien von Gasthäusern und Hotels. Die einen haben Ruhetag, die nächsten sind ausgebucht und die dritten haben kaum Gäste. Beim Frühstück heute Morgen in dem Gasthof in Wildenthal, in dem ich gestern gestrandet bin, gab es außer mir noch einen anderen Gast, der ebenfalls auf Wanderschaft ist und den Kammweg von Ost nach West läuft. Wir haben unsere sehr ähnlichen Erfahrungen bei der Unterkunftsuche ausgetauscht und ich habe die GG-Wanderung erwähnt, ohne eine Reaktion zu erhalten.

Losgegangen bin ich im Nebel und dem Kammweg folgend bin ich in Richtung Sonne zum Auersberg hochgestiegen.

Obwohl ich wegen der Odyssee am Tag zuvor nicht auf dem WDE unterwegs war, habe ich es mir nicht nehmen lassen, meiner alten Gewohnheit zu frönen und auf dem neuen höchsten Punkt der Wanderetappe eine Rezitation zu machen. Der Auersberg liegt auf gut 1000 Metern und mir gefiel der Ort mit dem alten steinernen Aussichtsturm und der etwas abseits gelegenen modernen Radaranlage.


Während ich meine Vorbereitungen traf, das Plakat auslegte und die Fotos machte, begann direkt neben mir eine Frau, einen Souvenirladen, der in einer kleinen Holzhütte beherbergt ist, zu öffnen.
Ich bin zu ihr hin, um ihr zu sagen, was ich da gleich machen würde und habe ihr eine Karte in die Hand gedrückt. Sie hat jedes Wort darauf halblaut für sich durchgelesen, schaute danach noch immer eher ratlos und ich habe nochmals versucht, ihr zu erklären, was ich da mache.

Dann habe ich die erste Rezitation (1x) des Tages um 9.45 Uhr begonnen.

Die Frau stellte sich vor die Hütte und hörte mir sehr aufmerksam zu. Zwischendurch machte sie mit ihren Vorbereitungen weiter, aber sie blieb in Hörweite.
Nach der Rezitation bin ich nochmal zu ihr hin, weil ich nach Wanderkarten schauen wollte, und sie sagte zu mir - ohne Ironie:
"Das hört man gerne."
Der Tag war damit gerettet.






Danach bin ich nach Johanngeorgenstadt gewandert. Das ist ein Ort, der besonders im letzten Jahrhundert einiges über sich hat ergehen lassen müssen. Anfang der 50er Jahre begannen die Sowjets dort, Uran abzubauen. Zwischenzeitlich arbeiteten dort bis zu 40 000 Bergleute. Die Stollen wurden unter die Altstadt getrieben und nach ein paar Absenkungen wurde entschieden, den größten Teil des Zentrums von Johanngeorgenstadt abzureißen. Die Leute wurden einfach umgesiedelt in die Baracken, in denen die Bergleute wohnten. Ich habe die Frau in der Tourist-Info gefragt, ob es für die Menschen, die ihre Häuser verloren haben, eine Entschädigung gegeben hat. Nach ihrer Information gab es da nichts. Interessant war ein Nebensatz, den sie dann anfügte: "Aber die Leute hatten wenigstens Arbeit." Es scheint mir immer mehr, dass der Wert des Arbeithabens in dieser Region mit ihrer spezifischen DDR-Geschichte viel höher veranschlagt wird als im Westen. Das Trauma, nach der Wende keine Arbeit mehr zu haben, ist anscheinend völlig unterschätzt worden. Ein Recht auf Arbeit wird im GG nicht aufgeführt, aber es gibt immer wieder Bestrebungen, die Arbeit zum Grundrecht zu erheben. Ich bin ja der Meinung, dass die Bedeutung der Arbeit für das Selbstverständnis des Menschen in der Moderne viel zu hoch angesetzt ist, aber man muss bedenken, dass dieses Selbstverständnis über lange Zeit gebildet wurde und in den sozialistischen Ländern noch ausgeprägter war als im kapitalistischen Westen. Es gab in der DDR keine Arbeitslosigkeit und der Schock, dass plötzlich nach der Wende so viele Menschen ihre Arbeit verloren, war immens.

Auch in Westdeutschland gibt es Gebiete, in denen ganze Dörfer verschwinden. Ich erinnere an die Geschichte des Braunkohletagebaus im Rheinland, für den ja in den letzten Jahrzehnten einige Dörfer verschwinden mussten. Der wahrscheinlich entscheidende Unterschied ist in Art. 15 GG formuliert: "Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden."
Ich weiß nicht, ob die Entschädigungen für die Leute, die im Rheinland ihre Häuser aufgeben mussten, staatlich geregelt sind, aber es wäre in jedem Fall unzulässig, keine angemessene Entschädigung zu gewähren. (Das gilt leider nicht für Bäume, abgesehen davon, dass ein Wald nicht wie ein Dorf umgesiedelt werden kann. Stichwort: Hambacher Forst.)


Vor der sogenannten Pyramide in Johanngeorgenstadt habe ich um 12.00 Uhr die zweite Rezitation (1x) des Tages gemacht.
Die Pyramide ist ein mehrere Meter hohes Gebilde mit Streben, auf denen etwa lebensgroße Holzfiguren stehen, die von Künstlern aus der Gegend geschnitzt wurden und Menschen bzw. Figuren darstellen, die mit der Geschichte des Ortes verbunden sind. Die Figuren können sich auch noch im Kreis bewegen, wenn man zwei Euro in den dafür vorgesehenen Schlitz wirft.



In der Nähe der Pyramide steht ein ebenfalls riesiger Schwippbogen. Das ist ein mit Lichtern bestückter Halbkreis, in dem Figuren im Halbrelief stehen. Ursprünglich stellten die Schwippbögen den Eingang zum Bergwerksstollen dar und zugleich - etwas romantischer - das Himmelszelt mit leuchtenden Sternen. Zur Weihnachtszeit hat offenbar jedes Haus hier einen Schwippbogen im Garten oder im Fenster stehen.

Meine neuerliche Absicht, einen entspannteren Tag einzulegen, habe ich endlich umsetzen können. Schon am späten Mittag bin ich in der sehr netten kleinen Jugendherberge von Johanngeorgenstadt abgestiegen.
Gegessen habe ich am Abend in einem der Restaurants auf der tschechischen Seite, die rund um den dort seit Jahrzehnten existierenden Vietnamesenmarkt zu finden sind. Böhmische Küche, nicht etwa vietnamesische, die es dort aber auch im Angebot gibt.


Fundstücke:

Der 42. Tag: 3. September 2018

Um es vorweg zu sagen: Heute war mein guter Mut zeitweise auf einen neuen GG-Wander-Tiefpunkt gesunken. Das GG hatte damit nichts zu tun. Das Problem war einmal mehr, eine Unterkunft zu finden.
Begonnen habe ich den Tag mit der Absicht, es etwas gemächlicher anzugehen. Beim Frühstück nahm ich mir die Zeit, Zeitung zu lesen. Das ist in dieser Gegend die Freie Presse. Beherrschendes Thema waren die Demonstrationen, die am Wochenende in Chemnitz stattfanden.
Auf Seite drei titelte die Zeitung:
Das Grundgesetz auf der Straße.
Die konkrete Anregung für die Überschrift kam durch eine Aktion der sogenannten Gegendemonstranten (die ja viel mehr für etwas demonstrieren als die anderen) zustande, die auf dem geplanten Demonstrationszug der Rechten eine "Barriere" aus Grundgesetzausgaben in Buchform aufgebaut hatten (Die Bücher gibt es übrigens bei der Bundeszentrale für politische Bildung kostenlos, ebenso wie eine ganz interessante Grundgesetz-App!).

"Auf der Straße" in Chemnitz spielt das GG im Moment noch in anderer Hinsicht mit. Die staatlichen Behörden waren vor die Aufgabe gestellt, die "Freiheit, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern....." (Art 5 GG) und die Versammlungsfreiheit aus Art.8 zu sichern.
Doch es gibt noch einen Artikel der Grundrechte, der hier relevant ist, nämlich Art. 18: "Wer die Freiheit der Meinungsäußerung (...) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung missbraucht, verwirkt diese Grundrechte!"

Nach dem Frühstück bin ich von Zwota zurück nach Klingenthal gegangen und habe mir in der Touristinfostelle eine Wanderkarte für den Weg nach Johanngeorgenstadt gekauft. Außerdem habe ich versucht herauszufinden, wo auf dem Weg ich nach einer nicht allzu langen Wanderung übernachten könnte. Die nette Dame im Büro hat mir gemeinsam mit einem älteren Herrn aus Klingenthal, der zufällig da war, empfohlen nach Carlsfeld zu gehen.
Danach habe ich beim Bäcker Reiseproviant gekauft und als ich Brötchen und Geld gerade im Rucksack verstauen wollte, kam der Mann aus der Tourist-Information herein und bot mir an, mich im Auto bis zum Einstieg in den Wanderweg mitzunehmen. Ich habe natürlich angenommen und im Auto erzählt, was ich mache, aber auf die GG-Wanderung gab es von seiner Seite keine direkte Reaktion. Er meinte nur, ich sei ja sehr mutig, alleine durch die Gegend zu wandern. Ich habe ihn gefragt, ob Klingenthal nach der Grenzöffnung nicht belebter geworden sei. Vorher hatte er sich geärgert, dass ich am Abend kein Hotel finden konnte und darauf hingewiesen, dass sehr viele Sachen im Ort, u.a. das Kino, mittlerweile geschlossen sind. Seine Antwort war deutlich. Er meinte, es würden jetzt mehr Leute aus Tschechien bei ihnen arbeiten, aber eigentlich gäbe es eh zu wenig Arbeit. "Der Instrumentenbau ist ja kaputt gemacht worden." Ehedem arbeiteten offenbar 3000 Leute allein in Klingenthal in dem Bereich; heute sind es noch 70. Meine Einschätzung von gestern, dass die Situation für den Instrumentenbau nach der Wende wieder besser geworden ist, muss ich wohl zurück nehmen. Die Sache ist komplizierter.
Danach sagte er noch, dass zu seiner Zeit alle Kinder in Klingenthal ein Instrument lernen mussten, als Grundlage für einen späteren Einstieg in den Instrumentenbau.
Er nahm mich dann noch ein Stück den Berg hoch mit, wofür ich erst nach dem dann folgenden Aufstieg auf den Aschberg so richtig dankbar war.

Auf dem Aschberg habe ich aus reiner Gewohnheit eine Rezitation (1x) gemacht, die um 12.30 Uhr stattfand.



Mit der Gewohnheit meine ich, die Grundrechte des GG auf den je höchsten Erhebungen meiner Wanderung zu rezitieren. Der Aschberg kommt auf gut 900 Meter.


Danach ging es auf der Höhe weiter nach Carlsfeld. Es war eine dieser Wanderungen, bei der man sich fragt, ob die Kilometerangaben geschönt worden sind oder in diesen Regionen Kilometer eine andere, längere Maßeinheit bedeutet.


Carlsfeld ist der Ort, an dem das Bandonion seinen Zug durch die Welt begonnen hat. Hier wurde Mitte des 19. Jahrhunderts eine Werkstatt gebaut, aus der in den nächsten fast hundert Jahren Bandonions in alle Welt verkauft wurden. Das Bandonion war (und ist) nicht nur im Tango in Argentinien beliebt, sondern auch in Deutschland gab es 1927 ca. 1000 Bandonion-Vereine mit 14000 Mitgliedern.







In Carlsfeld stellte sich heraus, dass der Gasthof Ruhetag hat und auch keine reinen Übernachtungsgäste annimmt. Die Frau am Telefon meinte, ich solle es in Weitersglashütte versuchen, dort gäbe es zwei Hotels. Um es kurz zu machen: Ich habe am Ende fünf Gasthöfe in drei Ortschaften abgeklappert, bevor ich in Wildenthal eine Unterkunft gefunden habe.

Zum ersten Mal bei der GG-Wanderung habe ich die Nacht in einem Gasthof ohne Internet verbracht und konnte abends entsprechend meinen Blog nicht schreiben. Der Wirt meinte, die Leitung bei ihnen und in der ganzen Region sei so schwach, dass ein Gastzugang nicht funktionieren würde. Ich frage mich, ob hier nicht Art. 5 GG tangiert wird. Dort ist das Recht verbrieft, seine Meinung nicht nur äußern, sondern auch verbreiten zu können. Außerdem steht da, dass man sich "aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert unterrichten" darf. Dieses Recht ist in digitalen Zeiten zumindest eingeschränkt, wenn man keinen praktikablen Internetanschluss besitzt.
Der Chef des Hauses nimmt es übrigens gelassen und schlägt vor, die Smartphones und Tablets einfach auszuschalten und durchzuatmen.

Fundstücke:

Gipfelstürmer:





Fensterdeko:
           Der langsame Hase (?):


Sonntag, 2. September 2018

Der 41. Tag: 2. September 2018

Am Morgen beim Frühstück habe ich mit zwei Wanderern gesprochen, die auf dem Kammweg, der auch von Oberfranken bis zum Erzgebirge führt, unterwegs sind, allerdings in der anderen Richtung. Ich bin kurz auf die GG-Wanderung zu sprechen gekommen und der Mann suchte nach der Verbindung zwischen den Regionen, die ich durchwandere und dem GG. Tja, die einzige besondere Verbindung ist der Name des Wanderwegs "der deutschen Einheit".
Die Hotelchefin heißt mit Nachnamen Honecker und sie hat herausgefunden, dass ihre Vorfahren genau wie die von Erich aus der Nähe von Zürich stammten, wo es den Namen mit zwei g statt mir ck oft gegeben haben muss. Warum die Honeckers aber aus der Schweiz nach Deutschland ausgewandert sind, konnte sie mir nicht sagen. Wirtschaftsflüchtlinge?

Dann bin ich los und zum ersten Mal bei der Wanderung durch zwei Stunden andauernden Regen gelaufen. Meine Regenausrüstung erwies sich dabei als dysfunktional. Da werde ich wohl nochmal investieren müssen.
Der WDE verläuft in dieser Gegend manchmal auf sehr verschlungenen Pfaden und es fällt mir schwer nachzuvollziehen warum. So lässt er z.B. den Ort Markneukirchen knapp links liegen und ich habe mir die Freiheit genommen, einen Abstecher dorthin zu machen, um das Instrumentenbaumuseum zu besuchen.
Ich befinde mich nämlich gerade im so genannten Musikwinkel des Vogtlandes, einer Gegend, in der  schon seit dem 17. Jahrhundert Musikinstrumente hergestellt werden. Um 1900 war der Winkel mit die wichtigste handwerkliche Produktionsstätte weltweit und noch heute gibt es nirgendwo eine größere Dichte an Manufakturen für Geigen, Gitarren, Holzblasinstrumente, Mundharmonikas und Akkordeons.
Eine Verbindung zum GG könnte man über Art. 12 ziehen, der zusichert, dass " alle Deutschen Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei (..) wählen" können. Das war zu DDR Zeiten nicht garantiert.
Eine Rezitation habe ich am Museum nicht gemacht. Da hätte ich mich nur als Störenfried gefühlt.

Die Suche nach einem Kaffee in Markneukirchen blieb erfolglos, weil um die Mittagszeit alles geschlossen hatte und so habe ich mich wieder auf den Weg gemacht. Über Erlbach ging es in Richtung Klingenthal, ohne dass mir Plätze begegnet wären, die nach einer Rezitation riefen.
Bemerkenswert fand ich, dass auf einem ziemlich langen Wegstück (nach einem ähnlich langen Aufstieg) der Wald größtenteils eingezäunt war. Das macht man bekanntlich, um dem Entstehen eines Mischwaldes eine Chance zu geben, in dem man das Wild daran hindert, die leckeren jungen Triebe aufzufressen. Sowas sieht man überall in Deutschland, aber in der Ausdehnung wie hier waren sie für mich neu.

Der eingezäunte Wald liegt direkt an der tschechischen Grenze, und meine Assoziationen gingen zu den Zäunen, die dort jahrzehntelang standen und nicht das Wild, sondern die Menschen daran hinderten, auf die andere Seine zu kommen. Und wenn man dann auch noch ein Schild wie dieses in einem Vorgarten sieht, könnte man vermuten, dass es untergründig in dieser Gegend noch immer ein Faible für Begrenzungen gibt. Und schon ist ein Vorurteil geboren. Die wenigen Beobachtungen von mir reichen natürlich beileibe nicht aus für eine so allgemeine Schlussfolgerung.



Kurz danach begann der Abstieg nach Klingenthal, der genau auf der Grenze verläuft und auf dem man noch einige mittlerweile funktionslos gewordene Zaunpfähle aus anderen Zeiten sieht.
Die in Art. 11 garantierte Freizügigkeit (sic!) im ganzen Bundesgebiet ist ja faktisch auf die gesamte EU bzw. den Schengenraum ausgedehnt. Ich könnte einfach so über die Grenze nach Tschechien und dort weiterwandern. Das klingt in Klingenthal mit seiner Geschichte als Grenzort noch nicht so selbstverständlich wie anderswo.

In Klingenthal hatte ich zunächst das Gefühl, an einem sehr fremd wirkenden Ort angelangt zu sein. Ich habe mich auf die Suche nach einem Platz für die Rezitation gemacht und letztendlich entschieden, mich auf den großen Marktplatz zu stellen, der vor allem sehr leer wirkt. Es fällt überhaupt auf, dass die Dörfer und Stadte in der Gegend oft keinen richtigen Ortskern, der sich als Treff- und Verweilpunkt anbieten würde, aufweisen.

Auf diesem zu groß geratenen Marktplatz also fand die Rezitation (1x) des Tages um 16.45 Uhr statt.





Dann bin ich zum einzigen Hotel im Zentrum des Ortes um festzustellen, dass es heute ganz geschlossen ist. Das hat mich ratlos gemacht und nach verschiedenen gescheiterten Versuchen, telefonisch eine Unterkunft zu finden bin ich in den Nachbarort Zwota gelaufen, wo ich im Gasthaus zum Walfisch untergekommen bin.
Hinter dem Namen verbirgt sich eine nette Geschichte, die zwar nichts mit dem GG zu tun hat, aber als erzähltes Fundstück hier einen Platz finden darf. Und zwar haben Ende des 18 Jahrhunderts Fährleute  hier in einem Hammerwerk hergestellte Bleche bis nach Rotterdam geschifft bzw. gefahren und um den Leuten im Erzgebirge zu beweisen, dass es Fische gibt, die so groß sind, dass sogar ein Fuhrwerk durchfahren könnte, haben sie eines Tages die Rippe eines Walfisches mitgebracht, die im Ort aufgestellt wurde. Na ja, und so gab es dann bald auch ein Gasthaus zum Walfisch....

Fundstücke:

Fensterdeko:


Reminiszenz

Samstag, 1. September 2018

Der 40. Tag: 1. September 2018

In Hof und Umgebung ist die Wanderwegmarkierung höflich ausgedrückt nicht optimal. Genau gesagt existiert sie nicht, wenn man von ein paar versprengten Zeichen, die kaum Orientierung geben, einmal absieht.
So kam ich - wie es kommen musste - bald vom Weg ab und fand mich viel südlicher wieder als geplant. Als kleine Entschädigung sind mir ein paar Rehe begegnet, die sich von meiner Präsenz wenig beeindrucken ließen und entspannt weiter ästen.
In Regnitzlosau gab es dann ausgeschilderte Wanderwege und auf einem bin ich zum Dreiländereck gewandert, wo ich wieder auf den WDE gestoßen bin. Die drei Länder, die an dieser Ecke aufeinander treffen, sind Sachsen, Bayern und Böhmen. So kann man es dort lesen. Das ist politisch jedenfalls originell. Für mich war an diesem Ort das Besondere, dass ich zum ersten Mal bei meiner GG-Wanderung an einer bundesdeutschen Grenze zum Ausland war. Bislang handelte es sich immer um historische oder Bundeslandgrenzen. Genau an dieser Stelle habe ich deswegen eine Rezitation (1x) gemacht, die um 13.00 Uhr stattfand.


Vorher habe ich bei einer kurzen Stärkungspause ein Paar getroffen, das auch wandernd unterwegs war, allerdings nur auf einer "Trainingswanderung" für ihre nächste große Reise. Die beiden machen Expeditionen z.B. nach Südafrika oder Namibia und bringen von dort Filmaufnahmen in 3D mit, die sie bei Vorträgen vorstellen.
Ich habe ihnen von meiner GG-Wanderung erzählt und ihre Reaktionen waren sehr interessant. Die Frau fragte, ob der liebe Gott in den Grundrechten auch genannt wird und meinte, man könne dazu doch auch die 10 Gebote vortragen. Der Begriff Gott fällt nur in der Präambel des GG und ich habe ihr gesagt, dass ich das wegen der Trennung von Staat und Kirche auch richtig finde.
In Sachen 10 Gebote habe ich auf den Unterschied zwischen Geboten und Rechten hingewiesen. Gebote formulieren, was man tun oder unterlassen sollte, wohingegen Rechte zur Sprache bringen, was einem erlaubt ist und was einem zusteht, unabhängig davon, ob man seine Rechte nutzt oder nicht.
Man könnte allerdings behaupten, dass die Grundrechte des GG auch Gebote implizieren. Denn weil die Grundrechte für alle gelten, steckt in ihnen die Forderung an alle, sich so zu verhalten, dass jede und jeder die Rechte auch in Anspruch nehmen und genießen kann. So wird z.b. das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Leben jedes einzelnen (Art. 2 Abs. 2 GG) nur ermöglicht, wenn sich die Mitglieder der Gemeinschaft Bundesrepublik daran halten, dass Gewalt kein Mittel für Auseinandersetzungen darstellt. (Das ist übrigens ein Konsens, der von ganz rechter Seite gerade attackiert wird.)
Mein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit impliziert das Gebot, jedem anderen dasselbe zuzugestehen und dementsprechend nicht gewälttätig zu werden. Das könnte man auch als Gebot formulieren: Du sollst nicht gewalttätig werden wider deinen Nächsten! Aber als Grundrecht heißt es: Jede(r) hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art 2 GG).

Der Mann hat mich gefragt, wie ich auf die Idee der GG-Wanderung gekommen bin, denn jede verrückte Idee habe doch eine Geschichte. Da hat er recht und ich finde, die Art, wie er diese Frage stellte, zeigt, dass er ein neugieriger Mensch ist. Darüber habe ich mich gefreut, auch wenn die Rezitation selbst nur eingeschränkt sein Interesse geweckt hat.
Bei der Verabschiedung haben sie mir Gottes Segen gewünscht und ich frage mich, ob es etwas zu bedeuten hat, dass ich schon den zweiten Tag in Folge religiös geprägte Wünsche mit auf den Weg bekomme.
Als ich mein Plakat am deutschen Grenzstein ausbreitete, kamen die beiden nochmal zurück, filmten mich während der ersten Artikel der Rezitation und zogen dann grüßend von dannen. Womöglich gibt es also jetzt eine Aufnahme von mir in 3D.

Der Weg führte danach an der deutsch-tschechischen Grenze entlang, meistens auf einem alten betonierten DDR-Grenzweg. An einer Gedenkstätte wurde daran erinnert, dass in den siebziger Jahren dort Wohnhäuser von den DDR-Behörden abgerissen wurden, weil sie in der "Schusslinie" standen.


Kurz danach habe ich nochmal den Weg verloren und bin eine Zeit lang herumgeirrt, um zuguterletzt in Adorf zu landen. Das in meinem WDE-Wanderführer empfohlene Hotel existiert nicht mehr und ich habe in einem anderen übernachtet, das noch ein paar letzte Reste des alten DDR- Charmes versprüht........
Nach Hühnersuppe aus dem Supermarkt war die Freude auf den Erholungsschlaf groß.

Fundstücke:

der schönste Hotelzimmerschlüssel der Wanderung:
 

Drei Wappen, drei Steine, drei Fische. Wer findet den Zusammenhang?
 ohne Titel:

Fensterdeko: