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Mittwoch, 5. September 2018

Der 44. Tag: 5. September 2018

Nach dem Aufwachen heute Morgen habe ich in mein Tagebuch notiert, dass meine Verbindung zum GG gerade auf eine tiefere Ebene des Selbstverständlichen absinkt. Die Grundrechte gehören jetzt noch mehr zu meinem Reservoir naheliegender spontaner Assoziationen dazu. Die Gefahr, die dadurch für meine GG-Wanderung entsteht, ist, die Spannung und zugleich die Offenheit für Begebenheiten teilweise zu verlieren. Ich bin gespannt (!), wie sich diese Veränderung auswirken wird.

Beim Frühstück in der Jugendherberge waren außer mir eine junge Familie aus Stuttgart und ein anderer Wanderer zugegen. Die Gespräche haben wenig abgeworfen für das Thema Grundrechte. Am Abend hatte ich der Frau eine Karte gegeben, weil sie auf mein Bemerkung zur GG-Wanderung mit Hellhörigkeit reagierte. Aber weiter ist es dann im Gespräch nicht gekommen, jedenfalls nicht mit mir.

Ich hatte einige Schwierigkeiten, den Einstieg in den Wanderweg zu finden. Johanngeorgenstadt ist zwar nach der Zerstörung der Altstadt in den fünfziger Jahren alles andere als verwinkelt, doch ohne einen Ortskern hat die Stadt keinen einfach nachzuvollziehenden Aufbau vorzuweisen.

Der Weg führte auch heute in weiten Strecken an der tschechischen Grenze entlang. An einem mitten im Wald gelegenen Grenzübergang mit dem schönen Namen Himmelswiese, wurde auf einer Tafel daran erinnert, dass Tschechien im Jahr 2004 in den Schengen-Raum eingegliedert wurde und es seitdem keine Grenzkontrollen an den Übergängen mehr gibt. Zu diesem Anlass wurde eine Kapelle wieder aufgebaut, die vor 60 Jahren im Zuge der Grenzbefestigungen zerstört worden war. Die Kapelle ist früher offenbar von böhmischen und von sächsischen Einwohnern frequentiert worden.
Mir fiel dazu der Begriff Völkerverständigung ein, der in den Grundrechten des GG einmal auftaucht, nämlich in Art. 9, in dem das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden, formuliert ist. In Absatz 2 wird dann eingeschränkt, dass u.a. Vereinigungen, "die sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, verboten" sind. Positiv und indirekt ist von der Völkerverständigung in der Präambel und in Art. 1 des GG die Rede.

Also dachte ich, die Kapelle sei ein guter Ort für eine Rezitation und ich habe einen kleinen Umweg zu einer deutschen Landzunge gemacht, die von tschechischem Gebiet umgeben ist und die "Halbe Meile" genannt wird.
Es stellte sich aber heraus, dass die Kapelle ziemlich weit in Tschechien liegt und da kann ich mit dem deutschen Grundgesetz nicht einfach so hingehen.
Also fand die erste Rezitation (1x) des Tages um 11.30 Uhr
mehr oder weniger auf der Wiese direkt an der Grenze statt.





Danach erwartete mich eine Wanderung, die nicht nur lang war, sondern zudem rekordverdächtig viele Höhenmeter aufwies, und zwar meist nach oben gerichtete. Nur im ersten Abschnitt von der Halben Meile nach Rittersgrün ging es bergab. Die Freude darüber wurde merklich getrübt durch die Aussicht, auf der anderen Seite des Tals wieder nach oben zu müssen, ganz nach oben, auf den 1215 Meter hohen Fichtelberg, dessen Hotel mit dem Spruch wirbt: Darüber ist nur noch der Himmel....
So ist es.
Auf der Tour gab es keine GG-relevanten Begebenheiten.

Oben angekommen habe ich natürlich eine
zweite Rezitation (2x) gemacht, die um 16.45 Uhr vor der Friedensglocke stattfand.
Auf der Glocke war der Name Agnes zu lesen (und dann noch beati mundi corde).



Eine Frau hat währenddessen das Infoplakat angeschaut, eine andere ist fotografierend in Hörweite geblieben.
Zwei junge Mitarbeiter an der Hotelrezeption haben auf meinen Hinweis zur GG-Wanderung neugierig reagiert und ich habe ihnen eine Karte dagelassen.

Fundstücke:

frisch gestrichen:
viel Gegend:





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